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Werden Sie ein Rehkitzretter

In wenigen Tagen beginnt der Wonnemonat Mai, eine Zeit in der jedes Jahr kleine langstaksige Vierbeiner mit braunen Kulleraugen und weißgeflecktem Fell geboren werden. Sie werden von ihren fürsorgenden Mütttern in hochgewachsenen Wiesen zum Schutz vor Fressfeinden abgelegt, um selbst auf Nahrungssuche für sich und ihren Nachwuchs gehen zu können. Wenngleich die kleinen Rehkitze dank ihres natürlichen Instinktes regungslos im hohen Grün liegen bleiben,  sind sie der Gefahr, die von Landwirten mit ihren Mähmaschinen ausgehen, ausgesetzt, die das Futter für ihre Tiere einholen wollen. 
Es ist dem beherzten Engagement von Nicole Krüger und ihrem Team im Projekt Rehkitzretter Gera im Rahmen des Tierschutzverein Gera und Umgebung e.V. zu verdanken, dass im vergangenen Jahr rund 30 Kitze, ein Entengelege, zwei Ästlinge und mehrere Hasen gerettet werden konnten. „Unsere Saison geht Ende April los, dann gehen wir wieder auf Pirsch, um die kleinen Findlinge vor dem riesigen Mähwerk in Sicherheit zu bringen. Wir suchen im Raum Gera, Greiz und Zeitz am Morgen vor der Grünlandmahd Wiesen mit unseren Wärmebild-Drohnen ab, sichern die Rehkitze und andere Tiere und setzen diese unmittelbar nach der Mahd wieder aus. Dabei beachten wir selbstverständlich, dass wir keinen direkten Körperkontakt mit den Tieren haben, damit sie von ihren Muttertieren wieder angenommen werden”, ruft Nicole Krüger zum Mitmachen auf, denn wie immer können es auch bei der Rehkitzrettung nie genug helfende Hände sein. „Jeder, der fit und gesund ist, denn die Einsätze finden in den sehr frühen Morgenstunden statt und ziehen sich über Stunden hin. Das Laufen durch nasses und kaltes Gras kann sehr anstrengend sein. Eine warme  und wasserabweisende Kleidung ist ein Muss”, erklärt sie, was es zu beachten und bedenken gilt, wenn man aktiv werden möchte. Ebenfalls müssen die Rehkitzretter mobil sein, damit sie zu den oft abgelegenen Einsatzorten fahren können. Jeder kann ehrenamtlicher Helfer werden – eine Mitgliedschaft im Tierschutzverein ist nicht zwingend. Notwendig ist jedoch, den Wecker zu hören, der mitunter gegen 2 Uhr morgens klingelt und pünktlich zu sein”, gibt Nicole Krüger zu bedenken. Mit Hilfe eines Online-Kalenders findet die Organisation und Logistik der Einsätze statt. „Jeder Helfer trägt sich mit seiner freien Zeit und den potentiell abzusuchenden Umkreis ein. Die Einsätze werden im besten Fall 24 Stunden vorher, aber oft auch erst am Abend vorher bekannt gegeben. Denn Landwirte achten vor allem auf das Wetter und entscheiden dann kurzfristig, wann sie mähen”, macht sie auch deutlich, dass Flexibilität in den Monaten Mai und Juni gefragt ist. 
Technikfans unter den Tierfreunden sind ebenfalls gefragtes Gut, können allerdings nicht so ohne weiteres am Projekt teilnehmen. „Ehrenamtliche Drohnenpiloten sollten Erfahrungen mitbringen. Da wir mit Wärmebildkameras arbeiten, müssen die Piloten vorab mit uns üben. Ebenfalls müssen sie aus versicherungstechnischen Gründen Mitglieder werden. Diese Mitgliedschaft kostet aber rund 20 Euro im Jahr”, bilanziert die Rehkitzretterin und betont abschließend, dass „wir alle Ehrenamtler sind und niemand von uns Geld dafür bekommt. Auch Benzinkosten und unsere persönliche Ausstattung kaufen wir selbst. Nur das Equipment (Drohnen etc.) werden über Spenden finanziert.”
Kurzum: Menschen mit großem Herz für Tiere und wie die Nachtigall die Nacht zum Tag machen können, sind jederzeit willkommen.
Kontakt: Tierschutzverein Gera und Umgebung e.V.
Projekt Rehkitzretter Gera
www.tierschutzverein-gera.de
www.rehkitzretter-gera.de
(01520) 2693536 – Telefonkontakt für potentielle Rehkitzretter und für Landwirte. 

( Fanny Zoelsmann, 24.04.2020 )

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