Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

DAK stellt aktuelle Krankheitsdaten für Gera vor

Gera (NG). Die DAK Gera stellte aktuell die nun ausgewerteten Daten zu Arbeitsunfähigkeiten für die Stadt Gera vor. Neben der Analyse der Krankenstände befasst sich der DAK-Gesundsheitsreport auch gezielt mit der Schwerpunktdiagnose Kopfschmerz und Migräne und mit dem DAK-Gesundheitsmanagement, welches sich damit befasst Betrieben in der Region bei der Suche nach Möglichkeiten, den individuellen Krankenstand zu minimieren, zu finden, so der stellvertretende Bezirksgeschäftsführer der DAK, Matthias Knecht, der im Rahmen einer Pressekonferenz den Gesundheitsreport vorstellte.
Zur Beurteilung der Höhe des Krankenstandes in einem Betrieb gibt es sechs maßgebliche Einfluss-faktoren: Die Angst um den Arbeitsplatz, der Grad der Arbeitsmotivation, die Art der Arbeitsbedingungen, sowie die Betriebsgröße, die Höhe der Arbeitsbelastung und das Betriebsklima. Im Gegensatz zum Krankenstand in Thüringen der 2006 auf 3,5 Prozent, also auf 35 Krankheitstage je 1.000 ganzjährig Versicherter gesunken ist, gibt es in Gera einen leichten Zuwachs von 2005 auf 2006 von 3,9 auf 4,0 Prozent zu verzeichnen. Dies ist im Vergleich zu den Thüringer Kreisen und kreisfreien Städten der höchste Wert im Freistaat. Verglichen mit der Stadt Erfurt (3,8 Prozent) und Jena (3,1 Prozent) ein hoher Wert.
28,2 Prozent der Krankschreibungen in Gera verursachten Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, gefolgt von Erkrankungen des Atmungssystems (16,5 Prozent) und verletzungsbedingter Erkrankungen (16,3 Prozent). Dieses Verhältnis des Auftretens der am häufigsten genannten Diagnosen, stimmt mit dem Landesdurchschnitt überein. Interessant ist auch die Verhältniszahl, wie viele erkrankte Versicherte die Zahl der Krankentage verursachen. Dies sind in Gera 3,9 Prozent der Versicherten, die für 37,3 Prozent der Krankheitstage verantwortlich sind, d.h. die länger als 43 Tage arbeitsunfähig erkrankt sind. 31,4 Prozent der Geraer Versicherten waren 2006 zumindest für fünf Prozent der Krankentage verantwortlich mit einer Krankheitsdauer von ein bis drei Tagen.
Neben dieser allgemeinen Erhebung befasste sich der Gesundheitsreport mit dem Thema Kopfschmerzen und Migräne, welches sich immer mehr zu einem Volksleiden entwickelt. Jeder Zweite, so Knecht hat innerhalb eines halben Jahres mindestens einmal Kopfschmerzen. 17 Prozent der Frauen leiden unter Migräne, etwa dreimal mehr als bei den Männern (6,5 Prozent). Leider wird aber der Kopfschmerz sowohl in der Bevölkerung, als auch bei Medizinern nicht immer als Erkrankung erkannt. 62,1 Prozent der Bevölkerung nehmen rezeptfreie Schmerzmittel ein unter den Kopfschmerzpatienten, 54,4 Prozent bei den Migränepatienten. In Deutschland können wir aufgrund dieser Zahlen von einem übermäßigen Schmerzmittelgebrauch bei (Selbst-) Behandlung sprechen und das Risiko eines medikamentenbedingten Dauerkopfschmerzes, infolge der hohen Einnahme von Schmerzmitteln ist in der Bevölkerung zu wenig bekannt. Fast ein Viertel der Migränepatienten und über 40 Prozent der Kopfschmerzpatienten beklagen keine oder eine unzureichende ärztliche Aufklärung über die Risiken des Schmerzmittelkonsums.
Die DAK rät dazu allen Betroffenen die ersten Anzeichen von Beschwerden ernst zu nehmen, ein "Kopfschmerztagebuch" oder einen "Kopfschmerzkalender" zu führen und die ermittelten Kopfschmerzfaktoren möglichst zu vermeiden. Knecht rät darüber hinaus weiter, möglichst auf medikamentöse Behandlungen zu verzichten, sondern alternative Methoden einzusetzen, wie zum Beispiel der progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen. Daneben können eigens entwickelte Stressbewältigungsprogramme und Bewegungsprogramme die Ursachen des Kopfschmerzes oft beseitigen.

( 12.10.2007 )

zurück