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Falls Ihre Kinder mehr über Tiere wissen (wollen): Umblättern...

Dreimal S - wie für: interessante Schnitzeljagd, neue Schilder und nützlicher "Spaßomat" könnten (neben Schnee) die Überraschungen zum Osterspaziergang im Geraer Tierpark werden. Eigene kreative Mitarbeiter und fantasiereiche Partner haben ihre Vorhaben dazu nun auf den Punkt gebracht. Besser auf die Punkte oder an Orte und Stellen:
Die Biologiestudenten Maria-Magdalena Lorenz und Sandra Rienow entwarfen mit Jenaer Kommilitonen im Sommerpraktikum ein informatives Routenspiel nach altbekanntem Prinzip. An acht Stationen, jeweils ab Waldzoo-Eingang, findet man jetzt Kästen mit rätselhaften Fragelisten und Tipps zu den Wegen durch die Anlagen im Martinsgrund. In Tierfährten, Waldfrüchten, Lebensräumen oder kleinen Experimenten müsste man sich auskennen, um am Ende alle Teile einer naturnahen Zeichnung zusammen zu haben. Notfalls könne man mit der rückseitigen Lösung mogeln, um sich nicht die Laune zu verderben. Aber die Fragen seien fast kinderleicht und die dafür besuchten Bereiche lägen nahe am Hauptweg, lächelt Tierinspektor Jan Bauer. Der weiß ja als Mentor, mit was sich die Studiosi bei ihrem Einsatz für Öffentlichkeitswirkung neben dem Pfleger- oder Studienalltag so beschäftigten.
Die Holzkästen baute der Verein Förderung, Ausbildung und Rehabilitation (FAR e.V.) dazu. Fast als Draufgabe zu einem noch größeren Auftrag: Für die Umsetzung der EU-Zoorichtlinie braucht der Geraer Tierpark neue Beschilderungen an etwa 50 Gehegen. Zwanzig Rahmen aus Holz brachte Marlies Bensing am Dienstag zu Tierparkleiter Ulrich Fischer. Die sollen in nächster Zeit genau wie der Erstling für die Bartkäuze mit einigen Grundinformationen, einer Verbreitungskarte und einer künstlerischen Grafik ergänzt werden. Die Geraer gehen etwas über Mindestanforderungen hinaus; á la Verblüffung durch die "Gut zu wissen, dass ..."-Rubrik und auch dank ihres Tischlers Dieter Elstner, der im Hobby Spaß am Zeichnen von Naturbildern hat. Aber der zauberte nun noch mehr:
Am Haus der Tierparkleitung brachte er (s)einen selbst konstruierten "Spaßomat" an. Über ein Astloch eingeworfen, rollen Spenden-Cents oder Euros über ein paar Holzbögen in den Sammeltopf. Das Geld soll sich summieren für ein immer konkret bezeichnetes Bauprojekt. Das ist aktuell das künftige Freigehege für Mufflons sowie Greif- und Wasservögel mitsamt eines Bereichs der früheren Alpensteinbockanlage bis hin zum Weiher. So stellt man sich da eine europäische Mittelgebirgs-Minilandschaft vor, die es als Vergesellschaftungsanlage von Vögeln und Säugetieren in Thüringen Tierparks sonst kaum gibt. 2008 sollen Vorarbeiten beginnen. Eine 1600-Euro-Spende der Stern-Apotheke wurde kürzlich der Grundstock. Die Wappentiere, derzeit zwei Mufflon-Männchen und acht Weibchen, kämen damit besser zur Geltung. Übrigens hat sich bei denen in dieser Woche mit dem ersten Wurf des Jahres ein Nachwuchs-Pärchen einstellt. Kamillo und Kamira heißen die Zöglinge von Mutter Kira und Vater Fluke. Über Ostern kann man einiges der neuen Dinge rund um Tiere ausprobieren. Außerdem werden am Sonntag- und Montagnachmittag Basteleien (witterungssicher in der Naturlehrstube) plus Osterhasen-Überraschungen für Besucher angeboten. Und die Signale für die Parkeisenbahn stehen wieder auf Grün.

( Thomas Triemner , 20.03.2008 )

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