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Langfinger sind häufig am Werk

Diebstähle bildeten auch im Jahr 2007 mit 34,3 Prozent den Hauptanteil aller Straftaten im Schutzbereich der Polizeidirektion (PD) Gera. Die Kriminalstatistik ergab, dass im vergangenen Jahr 7777 Diebstähle erfasst worden sind gegenüber 2006 mit 7580 Diebstählen. Dabei griffen die Langfinger in 938 Fällen in Wochenend- und Gartenhäusern zu. Allerdings wurde hier auch eine Aufklärungsquote von 84,3 Prozent erreicht. Rückläufig zum Vorjahr dagegen waren Diebstähle in und aus Baustellen (87 Mal), in und aus Betriebsräumen (488 Mal) und aus Automaten (79 Mal). Diebstähle "rund um das Kraftfahrzeug" sind jedoch wieder im Ansteigen begriffen, außer Mopeds und Motorräder.
Wie der Leitende Polizeidirektor Lothar Kissel feststellte, bildet seit zwei Jahren der Buntmetalldiebstahl einen Schwerpunkt im Schutzbereich. "Durch die konstant hohen Weltmarktpreise für Buntmetall und Stahl bleibt der Verkauf dieser Werkstoffe an Schrotthändler ein lukratives Geschäft", stellte er fest. 119 Fälle wurden festgestellt. Bei den Tatorten handelt es sich überwiegend um Baustellen, Firmengelände- und Lagerplätze, leerstehende Gebäude oder Mehrfamilienhäuser, aber auch Trafostationen, landwirtschaftliche Objekte und Bergbaugelände. Dabei gingen die Täter äußerst rabiat vor, so dass mitunter die Schäden weitaus höher sind, als der Beutewert des Diebesguts. Gemeinsam mit der PD Nordhausen sagte die PD Gera diesem Delikt den Kampf an. Es müsse jedoch auch an die Eigentümer appelliert werden, teure Gerätschaften und Maschinen besser zu schützen.
Zu den Vermögens- und Fälschungsdelikten zählt auch als "Erschleichen von Leistungen" das Schwarzfahren in Bus oder Bahn. "Das ist kein Kavaliersdelikt", unterstrich der PD-Chef, sondern gehe immer zu Lasten Dritter. Dass es bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten zu einem leichten Anstieg (4302 Fälle gegenüber 3963 Fällen im Jahr 2006) kam, führt Lothar Kissel auf die zunehmende Zahl von Betrugsstraftaten der Internetkriminalität zurück. Erfreulich jedoch ist, dass die Aufklärungsquote der gesamten Deliktgruppe bei 88,9 Prozent liegt.

( NG/hs, 27.03.2008 )

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