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Neue Gehweganfertigung trifft auf alte Stahlkonstruktion

120 Jahre ist die Untermhäuser Brücke nun alt. Seit Mitte Juli wird sie umfangreich saniert und bekommt teilweise ein neues Gesicht. Erhalten bleiben nur die Füße und die Stahlkonstruktion. In zwei Bauabschnitten wurde jeweils eine Hälfte für Fußgänger und Radfahrer gesperrt, um den Gehweg zu sanieren. Der neue Weg wurde auf einer Unterkonstruktion aus glasfaserverstärktem Kunststoff aufgebracht. Gerade einmal drei Zentimeter breit ist der Berührungspunkt zwischen diesem und den darüberliegenden Eichenbohlen, die den eigentlichen Gehweg bilden. "Durch den Kunststoff wird die Brücke viel leichter, als sie es vorher war und die geringe Auflagefläche verringert Korrosion", erklärt Frank Meißner, Fachdienstleiter Tiefbau.
Die Eichenbohlen haben aber noch mehr Besonderheiten: Sie sind vollständig umlüftet, so dass sich kein Dreck zwischen ihnen absetzen kann und sie bei Feuchtigkeit schneller trocknen, denn Feuchtigkeitsansammlungen mit anschließendem Pilzbefall war das Todesurteil der alten Brücke. Außerdem besitzt die Oberfläche des Gehwegs ein Profil, um nicht nur den Fußgängern einen besseren Halt zu bieten, sondern auch, damit Wasser gut ablaufen kann. "Zudem hat die Brücke eine Neigung zu den Seiten von einem Prozent, um Staunässe zu verhindern", so Ingeneur Torsten Dähn, der für die Planung zuständig war.
Auch ein neues Geländer bekommt die Fußgängerbrücke. In Absprache mit dem Denkmalschutz sorgt nun ein Edelstahlrahmen mit einem schwarzen Metallnetz für die Sicherheit. "Es sieht zwar labil aus, hält aber einer Mindestzugkraft von drei Tonnen stand", betont der Fachdienstleiter. Durch dieses Gitter ist nun mehr von der originalen Konstruktion der Brücke zu sehen.
Die gesamten Baukosten für die Sanierung der Untermhäuser Brücke belaufen sich auf rund 300.000 Euro. Eine Investition für eine stabile Konstruktion, die mindestens 50 Jahre hält, hofft Meißner. In zwei Wochen sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Bis dahin werden Radfahrer weiterhin gebeten, ihre Räder auf dem engen Weg über die Brücke zu schieben.

( Kristin Kulow , 25.09.2009 )

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