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Ostthüringen hat viele kluge Köpfe

Ein bemerkenswerter Tag für Gera: Die Stadt war Gastgeber für den von der "Wirtschaftsinitiative Mitteldeutschland" vergebenen Innovationspreis. Damit wurden zum sechsten Mal herausragende technische, technologische und wissenschaftliche Neuerungen mitteldeutscher Unternehmen geehrt. Verliehen wurden vier lokale Preise (für Halle, Jena, Leipzig, Ostthüringen) und sieben Preise für Leitbranchen (Cluster). Es gab 126 Bewerbungen, die meisten aus Thüringen, nämlich 43. Besonders Ostthüringer Unternehmen, darunter drei aus Gera (Power Plus, Gera Tech und MCS) warteten mit vielen pfiffigen Ideen auf.
Der IQ, also der Intelligenzquotient, ist normalerweise das Maß für die intellektuelle Leistungsfähigkeit kluger Leute. IQ kann aber auch für etwas anderes stehen: für "Innovationsquotient". Deshalb trägt die Ehrung durch die seit zehn Jahren bestehende Wirtschaftsinitiative Mitteldeutschland den Zusatz IQ Innovationspreis.
Die etwa 300 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, die sich zur festlichen Veranstaltung im Geraer Theater eingefunden hatten, sind offensichtlich beides: intelligent und innovativ. Denn sie verkörpern mit ihren Firmen und wissenschaftlichen Einrichtungen die nicht unbeträchtliche Wirtschaftskraft der Länder Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Die Teilnehmer aus Mitteldeutschland und ganz Deutschland waren von Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm und dem Herrn des Hauses, Generalintendant Prof. Matthias Oldag begrüßt worden. Gera ist seit einiger Zeit der Wirtschaftsvereinigung so wie  Jena beigetreten. Der OB hat maßgeblich dazu beigetragen, die jetzige Veranstaltung  in die Otto-Dix-Stadt zu holen. Mit der bedeutsamen Zusammenkunft werde der Name Geras aufgewertet, meinte er.
Freudige Gesichter bei den Vertretern Geras, als der 1. Vorsitzende der Wirtschaftsinitiative Prof. Dr. Georg Frank der "liebenswerten Stadt" und dem "tollen Haus" ein anerkennendes Zeugnis ausstellte. Die Unternehmen in den drei mitteldeutschen Ländern (Losung: "Gemeinsam an die Spitze") stünden durch die fortschreitende Globalisierung der Märkte, die demographische Entwicklung und den Fachkräftemangel sowie durch die schwierige Finanzlage der Kommunen vor beträchtlichen Herausforderungen. Mit den Bewerbungen für den Innovationspreis wolle man verstärkt das Wetteifern um ein steigendes Wirtschaftspotenzial fördern und so wie bisher durch neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen der Krise trotzen.
Der Vereinsvorsitzende dankte den etwa 100 Sponsoren, die die begehrte Preisvergabe ermöglichten. Immerhin wurden für die insgesamt zwölf Dotierungen 83.000 Euro bereitgestellt. Den Hauptpreis in Höhe von 15.000 Euro sponserten die Industrie- und Handelskammern Gera, Leipzig und Halle-Dessau. Die Preise für Cluster (das englische Wort für "Traube" steht für "Ballung" oder "Zusammenschluss") beliefen sich auf je 7.500 Euro.
Geballte Intelligenz hat ihre Heimstatt gleich dreimal in Jena. So holte sich den Clusterpreis "Automotive" das Unternehmen "Innovative Mobility". Es knobelt am Elektroauto der Zukunft und entwickelte dazu ein gewichtssparendes und kostensenkendes Rahmen- und Sitzkonzept. Die Firma "asphericon" schuf ein Verfahren, mit dem Linsen oder Spiegel mit einer weltweit einmaligen Genauigkeit geschliffen werden können. Das Unternehmen "enverdis" wartete mit einem neuen Gerät zur vorzeitigen Diagnose von Herzinfarkten auf. Zu den sieben Zweitplatzierten gehört die Docter Optics aus Neustadt/Orla. Sie entwickelte besondere Projektionslinsen für automobile Scheinwerfer.
Höhepunkt des Abends: Die Verleihung des Hauptpreises. Er ging an die Hallenser Firma Probiodrug für die Erforschung eines neuartigen Therapieansatzes zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit.

( Harald Baumann, 25.06.2010 )

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