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Tüchtiger Wohltäter - sozialer Dienstleister

Gegründet 1945 in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands als Hilfsorganisation, um jene zu unterstützen, die am schwersten unter den Folgen des Krieges zu leiden hatten, ist die Volkssolidarität heute nicht nur einer der größten Sozial- und Wohlfahrtsverbände Deutschlands, sondern auch ein moderner Dienstleister.
Bereits Anfang der 50er Jahre wandelte sich der Aufgabenbereich der Organisation. Die Betreuung älterer Menschen rückte in den Mittelpunkt. Die Gemeinschaft Volkssolidarität wandelte sich zu einer Mitgliedsorganisation. "Unser Kreisverband zählt 3.500 Mitglieder in und um Gera. In den 67 Ortsgruppen findet das Leben unserer Volkssolidarität statt. Sie organisieren Feste, Ausfahrten und Veranstaltungen. Das Vereinsleben wird vom sozialen Engagement vieler Mitglieder und Mitarbeiter getragen", beschreibt Kerstin Gerischer, stellvertretende Geschäftsführerin den Verband. Die 67 Ortsgruppen splitten sich in 56 Seniorengruppen und elf Fördervereinen, welche die hiesigen Kindertagesstätten unterstützen. Zudem zählen elf Interessengruppen u.a. Sport, Tanz und Chor und weitere 400 Ehrenamtliche zum Sozial- und Wohlfahrtsverband. Die Volkssolidarität ist Arbeitgeber für rund 250 Mitarbeiter.
Getragen von dieser breiten Säule, ist die Volkssolidarität auch ein großer Dienstleister der Region. "Im Jahr 1997 wurde die Anlage in der De-Smit-Straße 34 gebaut. Neben dem "Betreuten Wohnen" ist hier u.a. die Verwaltung und die Begegnungsstätte ‚Kurt Böhme’ untergebracht. Nur zwei Jahre später erweiterten wir, aufgrund der erhöhten Nachfrage, unsere Anlage mit der De-Smit-Straße 32. Heute verwalten wir hier rund 100 Wohnungen, eine Tagesbetreuung mit Urlaubs- und Verhinderungspflege, die Sozialstation sowie die Begegnungsstätte. Zudem sind ein Friseur, die Ernährungsberatung und u.a. der Verein ‚Lebensbrücke’ eingemietet", so die stellvertretende Geschäftsführerin. Doch nicht nur in Zentrumsnähe, gut gelegen zum Hofwiesenpark und den Gera Arcaden befinden sich die Dienstleistungen des Verbandes. Auch die 2006 errichtete Seniorenwohnanlage ‚Drei Birken’ in Lusan mit 14 Wohnungen vorrangig für Demenzkranke sei voll belegt. Neben der Betreuung älterer Menschen, hat sich der Verband ebenfalls die Förderung junger Menschen auf die Fahnen geschrieben. In den 90er Jahren, als es für viele Kommunen hieß die Kindergärten aus Kostengründen abzugeben, und folglich für viele die Schließung drohte, übernahm die Volkssolidarität, damals auf Initiative der ehemaligen Geschäftsführerin Margit Jung, einige Kindertagesstätten. "Wir sind Betreiber von derzeit acht städtischen und drei ländlichen Kindertagesstätten. Aufgrund des geänderten Thüringer Gesetzes zum erhöhten Betreuungschlüssel haben wir 15 Erzieher neu eingestellt", verweist Kerstin Gerischer auf das Bestreben des Verbandes einer kontinuierlichen Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder. Um den heutigen Lebenslagen von Kindern besser gerecht zu werden, hat die Volkssolidarität die Initiative "Miteinander für Kinder" ins Leben gerufen.
Doch nicht nur für die einzelnen Generationen bieten die Mitarbeiter und Verantwortlichen soziale Angebote. "Wir wollen auch generationsübergreifend Arbeiten. Ein Stück weit aus diesem Grund haben wir die Bildungsakademie vor acht Jahren gegründet. Wir bieten zahlreiche Kurse für jung bis alt an. Mit unserer Akademie sind wir Vorreiter für alle Kreisverbände", wirbt Kerstin Gerischer.
So entwickelte sich die Hilfsorganisation für notleidende Kinder, Alte, Kranke, Vertriebene und heimkehrende Kriegsgefangene in den letzten 65 Jahren zu einer Mitgliedsorganisation und zum zukunftsweisenden Dienstleister. "Passend zum 65. Jahr veranstalten wir ein Sommerfest am kommenden Sonnabend von 14 bis 18 Uhr in unserem Haus", lädt die Mitorganisatorin alle Geraer ein. Rund 500 Gäste sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft werden erwartet. Am 24. Oktober soll es eine große Festveranstaltung mit Ehrung der vielen Ehrenamtlichen im Kultur- und Kongreßzentrum geben.

( Fanny Zölsmann, 13.08.2010 )

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