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Bahnen ab Montag über neues Gleis

Gera (NG). Gute Nachrichten vom Stadtbahnprogramm des Geraer Verkehrsbetriebes GmbH (GVB): Die aktuelle Baumaßnahme im Trassenabschnitt Hinter der Mauer geht zügig voran und liegt voll im Zeitplan. Gleichzeitig wurden in Erfurt und Berlin die Weichen für weitere Bauvorhaben aus dem Geraer Stadtbahnprogramm gestellt: Schon im kommenden Frühjahr könnten die nächsten Projekte starten.
Mit einem zweiten Umbindewochenende unter Vollsperrung endet am Freitagabend der erste Bauabschnitt für das Stadtbahnprojekt Hinter der Mauer. Der stadtauswärtige Schienenstrang wurde fertig gestellt, nach dem Wechsel der Bauweichen rollen die Straßenbahnen von und nach Bieblach-Ost ab Montag schon über die neuen Gleise, berichtet GVB-Geschäftsführer Udo Gantzke bei einem Vor-Ort-Termin an der Baustelle.
In der Nacht zu Sonnabend wird das alte stadteinwärtige Gleis entfernt, danach beginnt der Einbau des zweiten Gleisstranges. Parallel dazu hat die Sanierung der Haltestellengebäude begonnen, ein Teil der Fahrleitungsmasten wurde ebenfalls bereits erneuert. "Der Zeitplan ist ehrgeizig, aber wir sind voll im Plan", so Gantzke weiter. "Wenn uns das Wetter weiterhin hold ist, können wir die Hauptarbeiten bis Mitte Dezember abschließen." Ziel ist es, dann wieder auf zwei Gleisen zu fahren und die Haltestellen wieder nutzen zu können.
Die Umfeldgestaltung und die Begrünung der Rasengleisanlagen folgen dann im kommenden Jahr. Der GVB investiert rund 1,8 Millionen Euro in dieses Stadtbahnprojekt; rund 1,3 Millionen davon werden aus Fördermitteln von Bund und Land gedeckt. Die Maßnahme beinhaltet die Erneuerung von Schienen und Fahrleitungen, das Anlegen von Rasengleis und den barrierefreien Ausbau der Haltestellen an diesem wichtigen Tor zur Innenstadt.
Positiv entwickeln sich auch die Vorbereitungen für die weiteren Projekte im GVB-Stadtbahnprogramm. So liegt vom Thüringer Landesverwaltungsamt in Weimar inzwischen der Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Stadtbahnlinie 4 nach Langenberg vor. "Damit ist das Baurecht für unser ehrgeizigstes Vorhaben gesichert", freut sich Geschäftsführer Udo Gantzke. Vorbehaltlich der Einigung mit dem Regionalverkehr Gera/Land zum künftigen Verkehrskonzept für den Geraer Norden, könnte der Neubau im kommenden Frühjahr beginnen. Denn auch von den Fördermittelgebern hat der Geraer Verkehrsbetrieb in den vergangenen Wochen positive Nachrichten erhalten: So ist das GVB-Stadtbahnprogramm für eine Förderung durch das Bundesverkehrsministerium im "Bundesprogramm 2010 bis 2014 zum Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs" vorgesehen. Das Thüringer Bauministerium hat ebenfalls Fördermittel für den Geraer Stadtbahnbau bereit gestellt.
Von Bund und Land rechnet der GVB für die Maßnahmen mit einem Gesamtumfang von 50 Millionen Euro mit Fördermitteln in Höhe von rund 32,6 Millionen Euro. Zum Stadtbahnprogramm gehören neben der Trassenmodernisierung Hinter der Mauer und dem Neubau der Stadtbahnlinie 4 nach Langenberg, auch die Modernisierung der Linie-3-Trassen von Tinz nach Bieblach-Ost, in Lusan zwischen Gleisdreieck und Brüte sowie in der Wiesestraße. Geplant ist, alle Maßnahmen bis 2014 umzusetzen. "Wir sind optimistisch, im zweiten Quartal 2011 mit den nächsten Projekten beginnen zu können", sagte Udo Gantzke. "Priorität hat hier zunächst die Modernisierung der Linie-3-Trasse entlang der Thüringer Straße nach Bieblach-Ost."

( 22.10.2010 )

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