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Der "Chancengeber" als Erfolgsstory

Eine an Umfang, Ergebnis und Bedeutung einzigartige Geraer Einrichtung feiert ihr 20-jähriges Bestehen: das Christliche Berufsbildungswerk (CJD) im Stadtteil Leumnitz. Der angesehene Bildungsträger sieht sich als "Chancengeber" für körperlich oder psychisch behinderte, lernbehinderte und mehrfachbehinderte junge Menschen. Sie sollen eine Chance auf eine berufliche Orientierung und Ausbildung erhalten. Die aus der Bibel stammende Botschaft lautet: "Keiner darf verloren gehen."  Es ist für die etwa 180 Mitarbeiter das Leitmotiv ihres Handels, um der jungen Klientel auf der Suche nach ihrem Platz in Beruf und Gesellschaft zu helfen.
Dem Jubiläum der Gemeinnützigen GmbH war dieser Tage eine Festveranstaltung gewidmet. In der Aula der Bildungseinrichtung konnte Geschäftsführer Werner Wenk etwa 300 Teilnehmer begrüßen: Persönlichkeiten aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Verwaltung, darunter Hartmut Hühnerbein, Sprecher des CJD-Vorstandes, Richard Fischels als Vertreter des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Kay Senius, Vorsitzender der GF Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen, Gerd Pähler, ehemaliger Geraer CJD-Geschäftsführer sowie als Vertreter der Stadt Gera Bürgermeister Norbert Hein.
Das Bildungswerk ist dem christlichen Menschenbild verpflichtet. Unterstrichen wurde das in der Feierstunde durch einen Gottesdienst mit einer Ansprache von Probst Dr. Hans Mikosch, Regionalbischof zu Gera. Er überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Evangelischen Landeskirche und bezeichnete das CJD als eine wahre Institution zur Ehre Gottes und zum Nutzen der Menschen.
Die 20 Jahre Geraer CJD sind in der Tat eine großartige Erfolgsgeschichte. Sie begann 1990 in angemieteten Räumen in der Lusaner Keplerstraße. Die Teilnehmerzahl von damals 36 nimmt sich bescheiden aus. Ab 1992 wurde auf dem ehemaligen GST-Gelände Leumnitz ein Neubau begonnen, der 1994 in Betrieb ging. Seitdem bietet er Platz für rund 300 Rehabilitanden. Bislang wurden in den zurückliegenden 20 Jahren 3.800 junge Leute mit Handicap in berufsorientierenden und berufsvorbereitenden Maßnahmen sowie in einer Ausbildung gefördert und begleitet. Etwa 60 Prozent konnten in einen Arbeitsplatz oder eine Weiterbildung vermittelt werden.
Es sollte in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben, dass die Bundesrepublik für das Gesamtprojekt bisher etwa 140 Millionen Mark (70 Millionen Euro) bereitgestellt hat. Das wurde in der Runde mit Dankbarkeit aufgenommen. Zugleich sieht man, auch in Gera, mit einer gewissen Sorge, dass sich in der Politik derzeit Entwicklungen abzeichnen, die das Bildungs- und Sozialwerk des deutschlandsweiten gemeinnützigen Vereins gefährden. Immerhin bietet das CJD jährlich etwa 150.000 Jugendlichen und Erwachsenen Zukunftschancen an und zwar an 150 Standorten mit rund 8.000 Mitarbeitern.
Wenn das Geraer CJD in 27 Berufen ausbildet, kann es Unterstützung von außen gut gebrauchen. Deshalb ist zum Jubiläum das "Geburtstagsgeschenk" der Geraer Firma Neef (Loh-Gruppe) ein Industrieroboter, willkommen. Er wird unverzüglich für die Ausbildung in Elektro- und Metalltechnik eingesetzt und bietet eine weitere Möglichkeit zum Erwerb von Zusatzqualifikationen.

( Harald Baumann, 16.12.2010 )

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