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Schuljahresabschluss nach ganz besonderen Konzertnoten

Schon klingt das Schuljahr 2010/2011 in Thüringen aus; erst recht für die Chöre des Geraer Goethe-Gymnasiums. Mit einem Konzert in der Salvatorkirche feiern die Sänger des Kinder- und Mädchenchors am 5. Juli (ab 16.30 Uhr) selbst bzw. öffentlich. Tags darauf dann treten die Schüler des Rutheneums zur Ehrung der besten Schüler des Jahrgangs im Rathaussaal auf. Aber Glanzlichter dürften die Vorhaben sein, die sich mit der intensiven Probenarbeit für eine fast einmalige Präsentation anbahnen und die wohl nur unter der Regie ihres Dirigenten Christian K. Frank zu verwirklichen sind:
Es werden Reisen zu "Hereafter" ins Jenseits. Frank nennt das eine Art von Belohnungstour. Nichts, was mit den ungefähr 20 Auftritten pro Schuljahr zu vergleichen ist. Denn man findet diesen Auftrittsort am 2. Juli im Eisenberger Schortental bzw. am 7. Juli in Bremerhaven. Es sind beides außergewöhnliche Termine für größere Teile des Konzertchors am Rutheneum; ob "high noon" Samstagmittag auf der Bühne des "1. Eisenberger Countrysommers" oder im hohen Norden Deutschlands auf besondere Einladung zu einem Festival der Chöre.
Das liegt schon allein im Werk begründet: 2007 taten sich die Musiker der Rockband "Hidden Timbre" mit dem eher als Chorleiter und Dirigenten bekannten, gebürtigen Geraer Christian Frank zusammen. Denn der machte sich insbesondere nach der Jahrtausendwende mehr und mehr einen Namen als experimentierender Komponist. Das sollte so passen, um für das Open Air "Alles Theater" Songs aus der Progrock-Szene, Electroniksound und Chormusik für eine besondere Premiere auf der Bundesgartenschau Geras verschmelzen zu lassen. Frank hatte den Stoff um den Seelengang eines selbst gewählt aus seinem Leben Scheidenden mit dessen Rückblicken auf schönere Erlebnisse im Diesseits mit eigenen Noten durchgängig verwoben. Zum Rockoratorium; zu einer Chorklangmalerei mit extremen Kontrasten von fein bis heftig; zu einem Band-Chor-Orchester-Spektakel?!
Das Ergebnis von jenem bemerkenswerten 8. Juli 2007 konnte man zuletzt per Video in der Programmschleife des Offenen Kanals Gera sehen und hören. Seit jener Premiere gab es jedoch keine Handvoll weiterer Aufführungen. Denn es verlangt großen Aufwand um Chor, Band und ein ausgewähltes Orchester in ausgewogener Akustik auf eine große Bühne zu stellen. Selbst wenn die Einmaligkeit dieser Musiksynthese nach weiterer Bekanntmachung ruft, blieb eher der Versand einer CD von "Hereafter - Hidden Timbre & c.k.f." mit der etwa eine Stunde langen Zusammenstellung von sechs Titeln der Band mit ihrer so einfühlsamen Sängerin Anja Bräutigam und den von Prolog bis Epilog jeweils dazwischen geschriebenen musikalischen Brücken, die der Konzertchor in Orchesterbegleitung darbietet.
Jetzt also freuen sich ungefähr sechzig Leute auf die beiden Touren zur seltenen Aufführung des Werkes vor Klassikhörern, die sich nicht vor modernen Klängen scheuen, oder eben vor technische Perfektion liebenden Prog-Rockern. Fast auf den Tag genau zur Wiederkehr des Premierendatums könnte Eisenberg eine Generalprobe für Bremerhaven sein. Dann will die Reiseformation mit dem Konzertchor des Geraer Goethe-Gymnasiums an der Küste Neuland im Sturm von Begeisterung erobern und sich selbst mit den aktuellen Schülerjahrgängen vor den Ferien ein unvergessliches Erlebnis schaffen.

( Thomas Triemner, 01.07.2011 )

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