Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Straßenbahn zum Hauptbahnhof...

Obwohl der Schienenanschluss in der Breitscheidstraße längst fertiggestellt ist und ein Teilstück der geplanten Straßenbahnlinie vom Hauptbahnhof nach Zwötzen, die Innenstadtwendeschleife, bereits gebaut wird, ist der zügige Weiterbau gefährdet. Mit einer gemeinsamen Initiative wollen Baudezernent Frank Herzer und GVB-Geschäftsführer Dr. Norbert Vornehm letzte Hindernisse beseitigen.

Nach Darstellung des Geschäftsführers des Verkehrsbetriebes kommen die Gespräche mit dem Freistaat Thüringen gut voran. Die Mittel für den Bau der Stadtbahn vom Hauptbahnhof nach Zwötzen würden bereitgestellt. Die Fortsetzung des Vorhabens werde dagegen immer wieder von einzelnen Stadträten torpediert. So musste nach Meinung von Dr. Vornehm der Erhalt von einzelnen Bäumen als Argument herhalten, um das gesamte Projekt in Frage zu stellen. "Es mutet schon seltsam an, wenn ausgerechnet Vertreter der OAutolobby1, denen für keine Straße etwas im Wege steht, in die Rolle grüner Fundamentalisten schlüpfen", zweifelt auch Herzer an der Redlichkeit der Straßenbahngegner.
"Dabei", so Dr. Vornehm, "müssen für den Bau der Strecke weder die Eiche am Puschkinplatz noch die Baumreihen in der Ernst-Toller-Straße weichen." Der GVB-Chef erinnerte daran, dass die Neubaustrecke zunächst für die Süd-West-Seite der Tollerstraße vorgesehen war und aus städtegestalterischen Gründen man sich für eine Trasse auf der rechten Seite - von der Schloßstraße gesehen - entschied.
Aber selbst dann könnte die alte Eiche am Puschkinplatz ohne weiteres umfahren werden, wenn das gewollt sei, verwies Dr. Vornehm auf vorliegende Varianten. Genauso könnte die Straßenbahn nördlich der Baumreihe in der Tollerstraße verlaufen, "ohne auch nur einen Grashalm des grünen Mittelstreifens zu krümmen."
"Der Geraer Verkehrsbetrieb hat hervorragende planerische Vorarbeit geleistet, alle Alternativen liegen auf dem Tisch, jetzt kommt es darauf an, rasch zu entscheiden," drängt der Baudezernent auf das Ende der Planung und die rasche Verwirklichung, "zumal wir anders als mit Hilfe des Straßenbahnbaus diesen wichtigen Innenstadtbereich, der heute alles andere als attraktiv ist, in den nächsten Jahren nicht neu gestalten können. Im städtischen Haushalt sind die hierfür erforderlichen 17 Millionen Mark zu finden."

Herzer ist sich der Zustimmung zum Weiterbau der Straßenbahnneubaustrecke durch die SPD-Fraktion und die PDS sicher, aber auch die CDU werde sich schließlich mehrheitlich nicht verweigern, glaubt er an einen breiten Konsens. Damit besteht wieder Hoffnung, dass Gera nicht die einzige Großstadt in Deutschland bleibt, deren Hauptbahnhof nicht unmittelbar an das innerstädtische Verkehrsnetz der Straßenbahn angeschlossen ist.

( 03.06.2000 )

zurück