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Projekt „Musik statt Straße“ mit neuen Vorhaben

Was haben die Geraer Journalisten Karin und Joachim Lange, der Stadtrat Bernd Krüger und seine Frau Anni sowie der berühmte und in vielen Ländern bekannte bulgarische Violinvirtuose Georgi Kalaidjiev gemeinsam? Sie alle sind mit Herz und Verstand dabei, das Projekt „Musik statt Straße“ fortzuführen. Auf diese Weise würde sich die schon lange bestehende Städtepartnerschaft Gera-Sliven als hervorhebenswerter Mosaikstein in den freundschaftlichen deutsch-bulgarischen Beziehungen erweisen.

Zur Erinnerung: Im Kern geht es bei „Musik statt Straße“ darum, arme Straßenkinder Slivens, darunter aus der Volksgruppe der Roma, von der Straße zu holen, ihnen Musikunterricht zu bieten und damit auch die Chance für eine berufliche Perspektive zu eröffnen. Kalaidjiev, selbst Zigeunerkind („Roma“ und „Zigeuner“ sind in Sliven offizielle Bezeichnungen) und Nestor des Projektes war vor wenigen Tagen zu Gast in Gera, um mit hiesigen Initiatoren weitere Schritte des gemeinsamen Vorhabens zu erörtern.

Im vergangenen Herbst erlebten 15 Slivener Kinder und drei Schüler des Staatlichen Kunstgymnasiums wunderbare Tage der Erholung und des Kennenlernens in der Otto-Dix-Stadt. Eine Reihe Projektförderer und -gestalter hatten ein sehens- und hörenswertes Programm auf die Beine gestellt. Die Kinder waren begeistert. Daran wird jetzt angeknüpft. Zunächst werden Bernd und Anni Krüger sich in Sliven als Filmvorführer betätigen. Hat doch der Projektförderer Marcel Dally einen Film von den Erlebnissen des Septembers in Gera gedreht. So können die Slivener Kinder noch einmal die fröhlichen Tage erleben.

Wie Georgi Kalaidjiev und Bernd Krüger berichten, wird im bulgarischen Jerawna die Sommerakademie „Jeruna“ vorbereitet. Ganz klar: Schüler aus Gera, Projektförderer wie auch Offizielle und Interessenten sind herzlich willkommen. Fürs nächste Jahr sind junge Menschen der Musikschulen Gera, Butsbach und Gießen zu Workshops nach Bulgarien eingeladen. Die Kinder versuchen sich u.a. an den Werken von Prokofjev und Mahler. Eine Woche der Erholung gibt es in Warwara.

Natürlich ist das Projekt „Musik statt Straße“ in Gera wie in Sliven ohne ein gerüttelt Maß an ehremamtlichem Engagement nicht zu schultern. Das Projekt startete zunächst vor einiger Zeit in Gießen, wo Kalaidjiev 1. Geiger der Philharmonie war. Das Vorhaben war dort so erfolgreich, dass sogar der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier eine Spende überwies und den Machern herzlich dankte.

Dann fasste das Projekt in Gera Fuß. OB Dr. Norbert Vornehm versicherte Unterstützung. 2011 reiste Stadtrat Krüger quasi als Botschafter Geras nach Sliven und überbrachte die offizielle Einladung des OB für den Aufenthalt der Slivener Kinder, nachdem im Jahr zuvor Krüger eine 400-Euro-Spende, Musikinstrumente und Notenblätter übergeben hatte.

So wie bisher hoffen die Projektgestalter auch weiterhin auf wohlwollendes finanzielles und organisatorisches Sponsoring, so auf bewährte Weise vom Verein „Ja- für Gera“, der Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde, dem Förderverein Tanzen, der Geraer Musikschule, dem Biohof Aga der Lebenshilfe und weiteren, auch privaten Förderern. Gera könnte sich mit dem Projekt ordentlich Lorbeer verdienen.

( Harald Baumann, 17.02.2012 )

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