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Erklärung zur Theaterfinanzierung

Die Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e.V. und der Verein der Orchesterfreunde Gera e.V. erklären zur Finanzierung von Theater & Philharmonie Thüringen: „Die Bühnen der Stadt Gera und das Landestheater Altenburg waren 1995 bei der Fusionierung Vorreiter in der Thüringer Theaterlandschaft. Seit dieser Zeit wurden die finanziellen Zuwendungen immer wieder gekürzt und das Ensemble gezwungenermaßen verkleinert.

Heute hat Theater&Philharmonie Thüringen (TPT) nicht einmal so viele Mitarbeiter wie ein Theater allein vor der Fusion, obwohl zwei Bühnen bespielt werden müssen. Trotzdem soll das Ende des Leidens noch nicht erreicht sein. Eine ‚großzügige‘ Erhöhung der Finanzen um 200.000 Euro reicht nicht einmal aus, um erhöhte Nebenkosten abzudecken. Kurz gesagt ‚zum Sterben zu viel – zum Leben zu wenig‘.

Um das Mehrspartentheater im jetzigen Umfang erhalten zu können, müssten die Mitarbeiter zum dritten Male einen Haustarifvertrag abschließen und damit weitere Lohneinbußen hinnehmen. TPT  hat seit 2004, das Philharmonische Orchester bereits seit 1995, einen Haustarifvertrag. Jeder weiß, dass alle Kosten des täglichen Lebens in den letzten Jahren gestiegen sind. In allen Bereichen, selbst auf Landtagsebene, wird um einen finanziellen Ausgleich der Steigerungsraten gekämpft. Aber von TPT wird wiederum  diese Chance genommen. Wie lange soll das noch gehen? 

Es ist unverantwortlich von den Gesellschaftern, überhaupt den Gedanken der Schließung einer Sparte, speziell des Schauspiels und des Puppentheaters sowie der Reduzierung des Philharmonischen Orchesters zu fassen. Damit würden wichtige Bildungsträger wegfallen. Das Puppentheater ist hauptverantwortlich für die musische Bildung der Kinder, das Schauspiel ist der klassische Bildungsträger für die Jugend überhaupt und durch das stark verkleinerte Orchester wären viele Werke nicht mehr spielbar. Außerdem wäre eine regelmäßige Bespielung beider Häuser mit dem mehr als kleinen Ensemble des Musiktheaters nicht realisierbar. 

Über 225 Jahre wird in Gera in einem festen Haus Theater gespielt und immer wieder konnte die Finanzierung trotz schwieriger gesellschaftlicher Bedingungen gestemmt werden. Nun soll heute im Vorzeigeland Europas die Kultur kaputt gespart werden, aber andererseits wird ihr hoher Stellenwert und ihre Bedeutung nicht oft genug in den Worten der Politiker zum Ausdruck gebracht. Wir fordern den Freistaat Thüringen und die Gesellschafter von TPT auf, dieses Sterben nicht zuzulassen.“

( vorstufe, 01.03.2012 )

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