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Idee für Radrennbahn

„Projekte müssen einen Bedarf abdecken und die Phantasie anregen”, betonte Matthias Machnig, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie Thüringen, zur Präsentation der Vision „GeraArena”. 

Gemeinsam mit Matthias Machnig, Rudolf Scharping, Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer, Uwe Jahn, Präsident des Thüringer Radsport-Verbandes (TRV) und Rene Christensen, Geschäftsführer Graakjaer GmbH, stellte Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm das neuste Projekt im Rahmen des Stadtbauprogramms vor. „Die GeraArena, ein Komplex aus Handels- und Tourismuszentrum mit integrierter Radsporthalle, könnte gleich zwei Projekte, die uns als Stadt seit einigen Jahren beschäftigen, zusammenführen“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm. „Wir könnten zum einen die städtebauliche Lücke in Geras Mitte schließen und zum anderen eine neue Radrennbahn bauen, die bislang an fehlenden finanziellen Mitteln gescheitert ist.” 

Die GeraArena soll auf dem Areal zwischen Museumsplatz, De-Smit-Straße und Breitscheidstraße entstehen. Die Dr.-Eckener-Straße würde dann künftig durch das Gebäude führen. Auf den beiden unteren Ebenen ist ein Handelszentrum geplant, in dem auch ein Elektronik- und ein Sportfachmarkt Platz finden. Gesundheits- und Therapieeinrichtungen entstehen auf Ebene zwei und drei, dabei ist der Großteil der Ebene drei für das Sport- und Tourismuszentrum geplant. Dessen Kernstück soll die Radrennbahn werden, in die allein fast 14,6 Millionen Euro investiert werden müssten. Insgesamt sind für das Vorhaben 23,5 Millionen Euro geplant. 

Klar ist dabei natürlich, dass die Stadt weder Investor, noch Betreiber dieses hochmodernen, innerstädtischen Projektes wäre. „Zudem bleibt die Eventfläche vor dem Kultur- und Kongresszentrum, trotz räumlicher Erweiterung, komplett erhalten”, stellte Vornehm klar. „Wir unterstützen diese Initiative, denn zum einen hat Gera eine große radsportliche Tradition und zum anderen brauchen Deutschlands Bahnradsportler eine Halle mit einer 250-Meter-Bahn, die uns das ganze Jahr über – Sommer wie Winter – optimale Trainingsbedingungen bietet”, sagte Rudolf Scharping. „Tradition ist die eine Sache, wichtig ist dabei aber, dass wir diese Traditionen pflegen und ausbauen, für eine sichere Zukunft. Wenn wir in der Welt Spitzenleistung hervor bringen wollen, brauchen wir Trainingsstätten, die den internationalen Standards und Wettkampfbedingungen entsprechen, um konkurrenzfähig zu bleiben”, betonte Uwe Jahn, Präsident des TRV. 

Um dieses Megaprojekt stemmen zu können, bedarf es der Hilfe von Bund, Land und letztlich starker privatwirtschaftlicher Kapitalgeber. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit dieses Projekt zu unterstützen und die Attraktivität dieser Stadt, die wir schon längst erkannt haben, noch weiter voranzutreiben. Schließen Sie die Augen, fahren Sie aus der Stadt, kommen Sie wieder und Sie werden sehen, wie wunderschön diese Stadt ist”, appellierte René Christensen, Geschäftsführer der Graakjaer GmbH, als Vertreter der Investorengruppe, an die Bürger. 

Machnig sieht eine förderfähige Basis im Tourismus. „Den Bedarf des Einkaufens, Erlebens und des sportlichen Events gebündelt an einem Ort zu decken, ist für mich eine gute Investition in die Wirtschaft und das interessiert mich als Wirtschaftsminister. Denn Tourismus beginnt dort, wo Besucher aus mindestens 30 Kilometer Entfernung nach Gera kommen”, erklärte er Möglichkeiten einer Förderung. „Eine solche Radrennbahn wäre ein Alleinstellungsmerkmal für Gera, weil es so etwas bislang deutschlandweit nicht gibt, und auch weltweit sind solche Bahnen nicht reich gesät. Eingebunden in das Gesamtprojekt GeraArena wird sie Sportler und Touristen aus ganz Deutschland und darüber hinaus anziehen. Das mache ein solches Projekt interessant”, so Machnig. „Mit einer solchen Radsporthalle, die etwa 110 mal 60 Meter misst, könnten wir über das ganze Jahr hinweg allen Kadern und Mannschaften unserer Stadt, Thüringens und Deutschlands exzellente Trainings- und Wettkampfbedingungen bieten, zudem könnten sich Nationalmannschaften anderer Länder dort für ihre Wettkämpfe fit machen“, blickt Vornehm voraus. „Vor allem aber könnte dort unser eigener Nachwuchs trainieren, damit Gera auch künftig die lange und erfolgreiche Tradition des Radsports fortsetzen kann.“ 


( Fanny Zölsmann, 08.03.2012 )

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