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Hier hat Lebensfreude ein Zuhause

„Die Wohnungsbaugenossenschaft Union Gera eG ist nicht nur die Summe schöner Wohnungen, sondern auch das soziale Miteinander der Menschen, die hier leben.“

Für Geras Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn nicht einfach eine Referenz an den Jubilar, sondern ein persönlicher Dank, geprägt aus dem eigenen Erleben als Genossenschaftsmitglied. Nicht von Anbeginn dabei, aber immerhin bereits 32 Jahre, wohnt sie und ihre Familie in einer Union-Wohnung.

Am 13. Mai 1954 gründeten 32 Wohnungssuchende die erste Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft (AWG) mit dem Namen „Union“. Durch den Einsatz der Gründer konnte bereits im Dezember desselben Jahres das erste Richtfest in der Gagarinstraße 65 bis 67 – damals noch Agnesstraße – gefeiert werden und im Dezember wurden die ersten 16 Wohnungen bezogen.

Über die Jahre hinweg stieg nicht nur die Mitgliederzahl rasant an, sondern auch der Wohnungsbau von Gera kam in Bewegung, sodass viele Familien in den damaligen Plattenbauten ein neues Zuhause fanden.

Für den 13. Mai hatte die WBG Union anlässlich ihres 60-jährigen Jubiläums zu einem Festakt geladen, bei dem neben der Rathauschefin auch Birgit Diezel, Präsidentin des Thüringer Landtages, zugegen war.

In seiner Festrede bezog sich Prof. Dr. Klaus Slapnicar, Aufsichtsratvorsitzender der WBG Union Gera, vor allem auf das historisch bedeutsame Jahr der Gründung.

Um jeglichen parteipolitischen Verdächtigungen vorzubeugen, da ja mit Birgit Diezel eine Unions-Politikerin anwesend war, verwies der Aufsichtsratvorsitzende, mehr mit einem Augenzwingern, darauf, dass das Wort „Union“ kein Plagiat selbiger Partei sei.

Fester verwurzelt mit der Union sind Johanna Pinther, Ingeborg Hecker, Siegfried Haas, Hans-Joachim Zimmermann und Erich Fohry. Seit 60 Jahren halten sie ihrer Union die Treue, wofür sich Dr. Klaus Slapnicar bei jedem mit einem Präsentkorb bedankte.

Einen möglichen Wechsel des Wohnungsanbieters hatte Johanna Pinther nie in Betracht gezogen. Auch als sie ihren Schreibtisch in der Lohnbuchhaltung räumte, um ihren wohlverdienten Ruhestand zu genießen, blieb sie Genossenschaftsmitglied. Ihr Zuhause ist in der Servicewohnanlage in der Schenkendorfstraße. „Ich kann allen nur empfehlen, Mieter bei der WBG Union zu werden“, sagt sie und kann es kaum fassen, dass sie dort schon 60 Jahre wohnt. „Hier hat Lebensfreude ein Zuhause – Wohnen in der Union Gera eG“ ist für Johanna Pinther nicht einfach ein Slogan, sondern gelebtes Wohnen aus eigener Erfahrung.

1990 wurde aus der AWG „Union“ die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Union eG, die zu dem Zeitpunkt über 104 Objekte mit insgesamt 3.544 Wohneinheiten verfügte, die in den folgenden Jahren modernisiert wurden. In den letzten zehn Jahren wurden außerdem 44,5 Millionen Euro in Modernisierung und Sanierung, Neubau, Wohnumfeldgestaltung und Instandhaltung investiert. Heute zählt die WBG 3.250 Mitglieder, verwaltet 3.266 Wohneinheiten und 38 Gewerbeeinheiten auf rund 205.000 Quadratmetern Wohnfläche und sorgt mit vielen weiteren Projekten für eine sehr gute Wohnkultur in den Stadtteilen.

Der Name beziehe sich auf die Werkzeugmaschinenfabrik Union, in deren Klubhaus am 13. Mai 1954 die AWG gegründet wurde.

„Bestehendes erhalten und fortentwickeln“, bringt Klaus Slapnicar die Zukunftsvision auf den Punkt und hat dabei den demografischen Wandel in der Stadt im Blick. Gera werde kleiner, älter, aber auch einsamer, meint er. Was allerdings nicht heißen soll, dass die Geselligkeit unter den Unionsmietern zu kurz kommt.

Stellvertretend für die Lebensfreude bot der Chor „Unionslerchen“ einen Einblick in sein Schaffen. Sie gaben mit ihren Liedern dem Festakt einen würdigen Rahmen, wofür sie viel Beifall erhielten und zu einer Zugabe aufgefordert wurden. Ein Wunsch, dem Chorleiter Dieter Martin und seine trillernden Lerchen gern nachkamen. 

( Reinhard Schulze, 23.05.2014 )

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