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Figuren in den Himmel schreiben

Ab nächster Woche kreisen wieder Motorflugzeuge über den Flugplatz in Leumnitz. Bereits zum dritten Mal wird die Deutsche Meisterschaft im Motorkunstflug in Gera ausgetragen. Vom 28. August bis zum 2. September werden sich 40 Piloten mit ihren Maschinen in Wettkampfflügen und in vier Kategorien messen. Das sind die Kategorien: Einsteiger oder Sportsman, Umsteiger oder Intermediate, Aufsteiger oder Advanced und Meister oder Unlimited. Mit jeder Kategorie erhöht sich der Schwierigkeitsgrad, die Komplexität und auch die G-Belastung (Lastvielfache), die bei Unlimited bis zu +9G und -6G betragen kann. Dabei wird der Pilot mit dem neunfachen seines Gewichtes in den Sitz gedrückt, bzw. bei negativen G herausgezogen, also nur von den Gurten gehalten. Das ist eine enorme körperliche und mentale Anstrengung. „Maschinen vom Typ Extra Extreme, Laser und XA meistern derartige Belastungen. Weiterhin werden unter anderen auch Maschinen vom Typ Pitts und Zlin am Start sein“, erklärt Peter Künast. Er betreibt mit seiner Firma C&L SYSTEME LFDU den Flugplatz.
Bei der Meisterschaft handelt es sich nicht um eine Schauveranstaltung, sondern um einen Wettkampf in einem Hochleistungssport, der nach einem eng gefassten Regelwerk ausgetragen wird. Veranstaltet wird die Deutsche Meisterschaft von German-Aerobatics. Das ist der Zusammenschluss der deutschen Wettbewerbspiloten im Motorkunstflug unter dem Dach des Deutschen Aero Club e.V. (DAeC).
An sechs Wettbewerbstagen verteilt, werden die Frauen und Männer um Meisterehren streiten. Dabei wird jeder Pilot, je nach Wetterlage und abhängigen Wettbewerbsfortschritt, drei bis vier Flüge von rund zehn Minuten absolvieren. Die Wettbewerbsflüge finden täglich von 9 bis 19 Uhr statt, nur unterbrochen von einer 90minütigen Mittagspause. Besonders sehenswert und interessant wird sicher der Freestyle Wettkampf am 2. September werden. Hier werden freie Figuren geflogen, die im klassischen Kunstflug nicht zu finden sind. Das sind sogenannte Gyroskopischen Figuren, die den Kreiseleffekt des rotierenden Propellers ausnutzen. Hier dürfen die Unlimited-Piloten innerhalb von maximal vier Minuten zeigen, was sie sonst noch alles mit einem Kunstflugzeug anstellen können. Dabei ist es erlaubt, die Flugbahn mit Rauch an den Himmel zu zeichnen. Dieser Wettbewerb wird am Sonnabend, 2. September ab etwa 14 Uhr ausgetragen. Zu allen Wettkampftagen können Interessenten gern zuschauen. Der Eintritt zu den Wettkämpfen ist frei.
 

( Wolfgang Hesse, 26.08.2017 )

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