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„Ein Anwalt, der nicht müde wird”

„Ich habe die Mitarbeiter kennengelernt, die ganz nah an den jungen Menschen dran sind. Die das richtige Händchen haben, den jungen Menschen das Vertrauen zu geben, damit sie in der Atmosphäre des Streetwork GERA e.V. sich ausruhen können und begleitet Perspektiven für ihr Leben entwickeln können. Ich sehe den Streetwork GERA e.V. als einen Anwalt, der nicht müde wird, politisch auf Kommunal- als auch auf Landesebene für die Belange der jungen Menschen zu kämpfen. Sie haben sich stets als Initiative verstanden, die an der Basis arbeitet und haben sich deshalb stets gegen jegliche Vereinahmung gewehrt”, würdigt Bruder Paulus, das Engagement der Streetworker in Gera, die seit 25 Jahren in und um Gera für junge Menschen bis 27 Jahre tätig sind. Bruder Paulus war in der Zeit von 1992 bis 1998 als Kapuziner in Gera, in dieser Zeit lernte er auch den Streetwork GERA kennen.

Offiziell ist die Gründungsurkunde auf den 15. Oktober 1992 datiert. „Leider ist diese verbrannt und nicht mehr ersetzbar”, bedauert der Vorsitzende Andreas Heimerdinger. Es war im März vergangenen Jahres als die Kontaktstelle „Am Bärenweg” Brandstiftern zum Opfer fiel. „Schnell bot die Stadt uns Ausweichmöglichkeiten an, damit unsere notwendige Arbeit nicht auf der Strecke bleibt”, zeigen sich sowohl Heimerdinger als auch die Koordinatorin Heike Luther noch heute dankbar, auch wenn am Ende alle mit einer schnelleren Sanierung des abgebrannten Gebäudes gehofft hatten. In der dritten Etage in der Tonhalle fanden die Mitarbeiter für die letzten eineinhalb Jahre eine vorübergehende Bleibe. „Es war trotz zentraler Lage eher suboptimal.Wir hatten ein großes Büro in dem neben der Geschäftsstelle, Lohnbuchhaltung und Verwaltung der Bufdies auch die Beratung der Klienten stattfand – einen Rückzugsort gab es lediglich in der Küche”, bewertet Heimerdinger, dass trotz der Lage viele Klienten den Weg nicht in die Tonhalle finden wollten. Umso zufriedener sind nun alle Mitarbeiter und Hilfesuchenden, dass die Kontaktstelle „Am Bärenweg” seit nunmehr einer Woche seine Pforten wieder geöffnet hat.

Dieser Umstand ist nicht zuletzt auch den zahlreichen Spendern und Unterstützern zu verdanken. „Rund 13.500 Euro wurden in den letzten 18 Monaten gespendet. 1.000 Euro erhielten wir sofort nach dem Brand von der Diakonie, weitere größere Summen von der Sparkasse Gera-Greiz und aus dem Umweltfonds der EGG”, bilanziert Heike Luther und dankt ebenfalls den zahlreichen Unternehmern und Privatpersonen. Während die Sanierung des Gebäudes über die Gebäudehaftpflicht der Stadt refinanziert wurde, sprang für das Inventar die vereinseigene Hausratsversicherung ein. „Über diese Summe von 45.000 Euro plus der Spenden konnten wir sämtliches Equipment wieder neu anschaffen. Vom Aktendulli bis hin zur Küche. Auch die Toiletten, allerdings eigenfinanziert, haben wir gleich mit erneuert”, so der Vereinsvorsitzende.

Nun herrscht Am Bärenweg 9 wieder reges Treiben, ein täglich frisch gekochtes Mittagessen versorgt Klienten und Mitarbeiter, Waschmaschine, Trockner und Dusche stehen zur Absicherung der Primärbedürfnisse der jungen Menschen bereit, die auf die Unterstützung der Streetworker angewiesen sind. „Endlich kann sich alles wieder normalisieren”, zeigen sich beide erfreut.

Am Donnerstag diese Woche wurde mit rund 150 geladenen Gästen das Jubiläum „Ein Vierteljahrhundert Streetwork GERA e.V.” gefeiert. Mehr dazu erfahren unsere Leser in der kommenden Ausgabe.

( Fanny Zölsmann, 21.10.2017 )

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