Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Der beste Freund des Menschen in jeder Lebenslage

Vor wenigen Tagen erhielt unsere Redaktion einen Anruf mit einer überraschenden Anfrage: „Kennen Sie schon den Besuchshundedienst des ASB? Es ist eine wirkliche schöne Initiative und vielleicht können Sie diese einmal in Ihrer Zeitung vorstellen.“ Begeistert von dem Engagement des Anrufers vereinbarten wir mit Neugier einen Termin mit den Leiterinnen des BHD Stefanie Schröter und Stephanie Leschke. Zusammen mit ihren beiden Hunden und Franziska Spitzer, die für die Öffentlichkeitsarbeit und den Ehrenamtsbereich des ASB arbeitet, erzählten mir die Frauen Genaueres über ihr Engagement und die Arbeit, die sich hinter dem Namen versteckt.

Der ASB Regionalverband Ostthüringen e. V. in Gera bietet mit dem Rettungsdienst, der Breitenausbildung, der ambulanten und stationären Pflege ein breitgefächertes Angebot.

Dieses vielfältige Angebot wird ergänzt durch zwei Betreute Wohnanlagen, einem Hausnotrufdienst sowie einem Fahrdienst. Die ehrenamtlichen Bereiche sind die Arbeiter-Samariter-Jugend, Katastrophenschutz, Schnelleinsatzgruppe, Sanitätsdienst sowie der Rettungshundezug. Und neu die Besuchshunde.

Der Besuchshundedienst ist eine gute Möglichkeit, unsere Arbeit mit den Hunden zu verbinden und schafft nebenbei eine gute Auslastung für unsere Tiere. Zusätzlich sind sie eine große Bereicherung für den ASB und ermöglichen die Vielfalt für das Team.

Wann genau haben Sie diesen Dienst mit in Ihr Angebot aufgenommen und wie viele Menschen sind in dieser Aktion involviert?

Den Besuchsdienst gibt es noch gar nicht so lange. Wir sind erst seit dem 1. Oktober 2017 ein fester Bestandteil des ASB-Angebots. Zusammen sind wir vier Gründer und die Leitung haben wir, also Stefanie Schröter und Stephanie Leschke. Momentan besteht unser Team aus vier Mitarbeitern und fünf geprüften Hunden.

Bedeutet das, dass die Hunde eine gesonderte Ausbildung erhalten, bevor sie eingesetzt werden können?

Nein eine gesonderte Ausbildung bekommen die Hunde nicht, aber sie werden, zusammen mit ihren Besitzern, von uns geprüft. Unsere nächste Prüfung findet im Februar statt und wir freuen uns, wenn wir unser Team erweitern können.

Wie funktioniert diese Prüfung? Können sie diese selbstständig ausführen oder benötigt es da speziell ausgebildete Fachkräfte?

Nein, wir haben als Grundlage für unsere Aktion eine Ausbildung zum Hundeprüfer abgelegt. Hierbei wurde uns viel Theorie zur Körpersprache und den Aktionen des Hundes vermittelt. Zusätzliche haben wir anhand verschiedener praktischer Aufgaben - mit unseren eigenen Hunden- viele Situationen erprobt und erlernt. Deshalb, sind wir berechtigt die Prüfungen durchzuführen. Bei den Prüfungen achten wir darauf, dass Hund und Partner gut als Team arbeiten können und jeder den anderen durch Wort und Körpersprache versteht, denn dies ist wichtig, wenn Dritte mit diesem Team zusammenarbeiten sollen.

Kann sich denn jeder zur Prüfung anmelden oder ist dies ausschließlich ASB Mitgliedern möglich?

Da wir als Team ehrenamtlich arbeiten, ist es jedem möglich, sich für unser Team zu bewerben und die Prüfung abzulegen. Aus Gründen der Versicherung ist es aber erwünscht, dass die betroffenen Personen eine Mitgliedschaft in Erwägung ziehen.

Wo genau kommt denn Ihr Besuchsdienst in Einsatz? Kann sich jeder bei Ihnen melden und anfragen, oder läuft es umgekehrt?

Zur Zeit arbeiten wir mit dem Pflegeheim Landgut „Rubitz“ und ab Ende Februar mit dem Seniorenpflegeheim „Grüner Weg“ zusammen und besuchen die Menschen dort regelmäßig. Damit sind wir zur Zeit ausgelastet, aber wir würden uns freuen, wenn wir das Angebot auch z.B. auf Kindertagesstätten ausweiten können, weshalb Anfragen immer willkommen sind.

Wie kann man sich den Besuch mit Ihren Hunden vorstellen? Gehen Sie mit den Menschen spazieren?

Als Team bieten wir Gruppenstunden und Einzelstunden an. Bei den Gruppenstunden beginnen wir zumeist mit einer Begrüßungsrunde, bei der die Bewohner den Hunden Leckerlis austeilen und mit ihnen agieren können. Anschließend gestalten wir die Zeit oftmals mit Spielen, die die Pflegeheimbewohner einfach unterstützen sollen, den Alltag aktiv mit Körper und Geist zu gestalten. So spielen wir z.B. Stadt-Land-Fluss, indem unsere Hunde an unsere Drehscheibe drehen und einen Buchstaben ermitteln, anschließend wird dann fleißig gerätselt. Ein weitere Möglichkeit sind z.B. Rechenaufgaben, die den Bewohnern gestellt werden, indem unsere Hunde die Aufgabe erwürfeln. Man sieht also, dass es ein aktives Miteinander zwischen Hund und Mensch ist. In den Einzelstunden geht es vorrangig darum, die Menschen zu sensibilisieren und auch motorisch zu unterstützen, indem sie das Fell der Hunde streicheln.

Und natürlich bieten wir jedem eine Möglichkeit sich auch einfach mit uns zu unterhalten, schließlich sind sie auch nur Menschen, die sich freuen, wenn sie Besuch bekommen. Da ist es egal, ob Mensch oder Hund.

Gibt es für Sie als Team Wünsche oder Vorstellungen, die Sie gerne in den nächsten Wochen oder Jahren umsetzten möchten?

Ganz zu große Ziele haben wir uns noch nicht gesteckt, aber gerne möchten auch wir uns weiterbilden und als Team wachsen. In Zusammenarbeit mit einem ASB Team aus Göttingen wollen wir dies gerne verwirklichen, denn dieses Team besteht schon etwas länger und wir können bestimmt viel von ihnen lernen. Gerade sind wir dabei uns noch terminlich zu einigen, aber der Anfang ist gemacht.

Das Gespräch führte Carli Bess Kutschera.

( 17.02.2018 )

zurück