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Ehrenamt ist Dienst am Menschen

Am Donnerstag, den 11. Januar 2018, wurden im Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei neben anderen auch Geraer Bürger für ihr außerordentliches Engagement geehrt: Der Ministerpräsident überreichte im Namen von Bundepräsident Frank-Walter Steinmeier das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

„Fast 40 Prozent der Thüringerinnen und Thüringer leisten für unser Gemeinwesen eine Arbeit, die nicht hoch genug zu schätzen ist“, sagt Ministerpräsident Bodo Ramelow. „Sie verstehen ihre eigenen Gaben als Aufgabe und sehen im eigenen Vermögen – dem geistigen wie dem materiellen – eine Verpflichtung. Ich empfinde großen Respekt für das, was diese Bürgerinnen und Bürger für Thüringen erreichen.“

Marianne Jankowski aus Gera ist eine passionierte Übungsleiterin, die sich seit  sechs Jahrzehnten um den Schul- und Freizeitsport in der Gemeinde Brahmenau im Landkreis Greiz kümmert. Sie ist eine umsichtige Vereinsmanagerin und nicht zuletzt auch eine überzeugende Kämpferin für die Geschlechtergerechtigkeit im Sport. „Eine echte Powerfrau, deren Erfahrungsschatz im Landessportbund Thüringen außerordentlich geschätzt wird“, so Bodo Ramelow.

Vor 60 Jahren nahm sie ihre Tätigkeit als Sportlehrerin in Brahmenau auf und prägte fortan das Sportangebot der Gemeinde maßgeblich. Zunächst leitete sie die dortige Sportgemeinschaft, später den Verein TSV 90 Brahmenau, den sie mit Gleichgesinnten gegründet hatte.

Gern gibt Marianne Jankowski ihr Fachwissen und ihre Lebenserfahrungen an andere jüngere Mitstreiterinnen weiter. Sie macht damit anderen Frauen Mut, Verantwortung in Sportvereinen zu übernehmen. „Sie ist eine Persönlichkeit, die ihr Ehrenamt im Sport aus Überzeugung, Leidenschaft und Verantwortung ausübt. Marianne Jankowski hat tragfähige Vereinsstrukturen aufgebaut, Kinder, Jugendliche und Erwachsene trainiert und sich für die Verbesserung der Infrastruktur im Sport stark gemacht. Für diesen Einsatz ist ihr der Freistaat Thüringen zu großem Dank verpflichtet.“

Gerd Kästel aus Gera macht sich seit mehreren Jahrzehnten dafür stark, die Versorgung amputierter Menschen in Deutschland zu verbessern. Mit seinem Verein „Steh auf“ e.V. Gera setzt er sich deutschlandweit dafür ein, ihnen eine selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen und bestehende Benachteiligungen im Alltag abzubauen.

Darüber hinaus berät und betreut Gerd Kästel amputierte Menschen in allen Fragen des täglichen Lebens, deren Bedürfnisse er aus eigener Erfahrung kennt. Dank seiner Initiative wurden ambulante Gehschulen sowie Amputations-, Schmerz- und Traumasprechstunden eingerichtet. Er und sein Verein regten Weiterbildungen rund um das Thema multiresistente Krankheitserreger an. Auf großes öffentliches Interesse stoßen auch Verkehrsteilnehmer- und Ersthelferschulungen für Menschen mit Amputation.

Neben seinem Engagement im Verein „Steh auf“ arbeitet Gerd Kästel als ehrenamtlicher Richter bei Sozial- und Arbeitsgerichten sowie in verschiedenen Ausschüssen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege.

Zudem engagiert er sich im Behindertensport. Seit mehr als 35 Jahren ist er Trainer im Bereich Tischtennis und leitet in Gera Kinder- und Jugendsportgruppen.

„Auch für dieses Engagement im Bereich des Behindertensports bin ich Gerd Kästel sehr dankbar“ so der Thüringer Ministerpräsident.

( 17.02.2018 )

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