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Auf den Spuren Gerscher Geschichte

Die Geraer Gästeführer kennt man. In Kostümen, ob als Hedwig, die Schwester von Otto Dix, als Bierbrauer, Kneiper Klaus oder als Gerscher Nachtwächter, führen sie die Geraer und ihre Gäste zu interessanten Plätzen der Stadt und haben so manche Anekdote zu berichten. Seit 19 Jahren beteiligen sich die Gästeführer Region Gera e.V. am Welttag der Gästeführer. In diesem Jahr jährt sich dieser Tag zum 20. Mal, Grund genug auch von Geras Seite etwas Besonderes anzubieten. „Menschen, die Geschichte schrieben“, so ist der Weltgästeführertag übertitelt. Lisa Simcik, Bruno Geweniger, Georg Hirsch und Moritz Rudolf Ferber sind Menschen, die nicht gleich jeder mit Gera in Verbindung bringt. „Wir haben diesmal Personen ausgewählt, die nicht im Rampenlicht standen, aber für die Stadt und ihre Umgebung viel getan haben“, betont Karin Schumann, Vorsitzende des Vereins. Monika Dölitzscher, Elke Weise, Edda Kühn, Frank Hrouda und Uwe Lehmann werden ihre Gäste mit auf die Erkundungstouren nehmen. In Zwötzen stehen zwei Persönlichkeiten des Ortes im Fokus. Die bedeutende Bildhauerin und Pfarrfrau Lisa Simcik lebte in Zwötzen. Das Gefallendenkmal auf dem Taubenpreskelner Friedhof und die rekonstruierte Fassung der Simsonbrunnens auf dem Geraer Marktplatz aus den 1930-er Jahren erinnern an diese Künstlerin. Bruno Geweniger war Lehrer und Ortschronist und schrieb die erste Chronik von Zwötzen. Seine „Beiträge zur Geschichte von Zwötzen“ bildeten die Grundlage für eine umfangreiche Geschichtschronik des Geraer Vorortes zur 700-Jahrfeier 2014. Diese Führung beginnt um 11 Uhr an der Zwötzener Kirche. Zu den bekanntesten Personen in unserer Region zählt auch Georg Hirsch. Er besaß im Jahre 1939 Deutschlands größte Färberei und Appreturanstalt. Die Gästeführer möchten auf seine Verdienste zur Industrialisierung und als großzügiger Mäzen für Kunst und Wissenschaft der Stadt aufmerksam machen. Treffpunkt für diese Führung ist 13 Uhr an der Erfurtstraße/Ecke Reichsstraße.
Als Wohltäter, Fabrikant und Mineraliensammler schieb Dr. Moritz Rudolf Färber in Gera Geschichte. Sein Wohnhaus (Färberisches Haus), die historische Dampfmaschine in der Amthorpassage oder der Botanische Garten erinnern noch heute an sein Wirken. Um 15 Uhr beginnt diese Tour am Stadtmuseum.
Die Führungen, so war von Karin Schumann zu erfahren, dauern etwa ein Stunde. Daher besteht für Interessierte die Chance, an allen drei Touren teilzunehmen.
Auch in diesem Jahr möchten die Geraer Gästeführer für einen guten Zweck am Weltgästeführertag sammeln. Die Spenden seien für Kinderlehrfilme im „Schwalbennest“ des Naturkundemuseums Gera bestimmt.

( Wolfgang Hesse, 24.02.2018 )

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