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Grausam, kaltblütig, sadistisch

„Am 16. Dezember 1988 sahen sich Margitta Fiedler und ihre Kinder eine Fernsehserie an. Als bei ihr die Wehen einsetzten, gab die Mutter ihrem großen Sohn den Auftrag, den Vater von der Arbeit zu holen. Die abgesprochene Losung lautete: Es ist Besuch da, du sollst nach Hause kommen. Doch Manfred Fiedler konnte seinen Arbeitsplatz nicht verlassen, um seine Frau, wie bei den Hausgeburten zuvor, zu unterstützen. Der Junge lief in die Wohnung zurück. ‚Dann müssen du und Mike eben helfen‘, verlangte die Mutter, die im Schlafzimmer alles vorbereitet hatte. Kaum hatte Margitta Fiedler ein kleines Mädchen geboren, legte sie dem Neugeborenen Zellstoff aufs Gesicht. Dann verbrachte sie das Kind in eine Korbkiste und ließ es sterben. Kurz nach der Entbindung stand sie wieder auf und sah weiter fern. Als ihr Mann später nach Hause kam, fragte er nur kurz: ‚Alles gut gelaufen?‘ ‚Ja‘, antwortete Margitta Fiedler, ‚du mußt es demnächst wegschaffen.‘ Manfred Fiedler ging daraufhin zu einer Betriebsfeier ins Hotel ‚Zur Post‘. Auf diese Art und Weise wurden durch die Familie Fiedler aus Wernigerode von 1984 bis 1988 - fünf Babys nach der Geburt getötet und von ihrem Ehemann im Betrieb in der Kesselanlage verbrannt.”

Hans Thiers drittes Buch ist auf dem Markt. „Serienmörder der DDR” titelt es und vollendet nun sein Werk.

Seit wenigen Tagen stehen die Bücher in den Regalen der hiesigen Buchhandlungen und bereits sind die ersten Exemplare über den Ladentisch gegangen. Währenddessen weilt Hans Thiers gemeinsam mit Verleger Michael Kirschschlager auf der Leipziger Buchmesse (noch bis Sonntag, 18. März).

„Mit dem dritten Buch ‚Serienmörder der DDR‘ ist es uns gelungen, die Serienmörder der DDR erstmals in einem Buch zusammengefasst darzustellen. In diesem Buch werden grausame Mörder von 1949 bis 1990 der DDR präsentiert. Diese kannten kein Erbarmen - sie töteten unschuldige Kinder, Frauen und Männer. Als Sadisten lebten sie an ihren Opfern – meist Kinder - ihre geballte kriminelle Energie aus. Sie töteten nicht selten brutal und sexuell motiviert. Frauen töteten ihre Säuglinge unmittelbar nach der Geburt - und das über Jahre und in Serie”, fasst es der Autor zusammen.

Anlässlich des Bücherfrühlings findet die Lesepremiere des Buches am kommenden Mittwoch, 21. März, 19.30 Uhr, in der Bibliothek am Puschkinplatz statt.

Einen Tag später mahnen Autor und Verleger anlässlich des Tages der Kriminalitätsopfer gemeinsam mit Hubert Grieser vom Weissen Ring an Opfer und deren Hinterbliebenen. „Wir lesen am 22. März, 15 Uhr, in der Begegnungsstätte Eichenhof”, so Thiers. Von jedem an diesem Tag verkauften Buch gehen fünf Euro an den Weissen Ring. Hans Thiers ist seit kurzem selbst Mitglied im Verein.

Auszug weiterer Lesetermine:

23. März/31. März, 14 bis 16 Uhr, Signierung in der Buchhandlung Thalia, Gera-Arcaden

Freitag, 13. April, 20 Uhr, Comma, „Serienmörder der DDR“ und „Kriminalisten im Kreuzverhör“

Freitag, 20. April, 19.30 Uhr, Österreicher Am Markt

Mittwoch, 25. April, 19.30 Uhr, Buchhandlung Schmitt&Hahn

Mittwoch, 9. Mai, 18 Uhr, Gaststätte „Küche im Keller“

Mittwoch, 16. Mai, 18.30 Uhr Brendel’s Buchhandlung

Donnerstag, 24. Mai, 19 Uhr, „Reussische Brauerei 1880“, Krimi-Dinner

Mittwoch, 6. Juni, 18 Uhr. Geschichtswerkstatt Lusan, Kastanienstraße 7

( Fanny Zoelsmann, 17.03.2018 )

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