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Tradition trifft Moderne

Menschen, egal welchen Alters, für die Kunst zu begeistern, und dabei nicht nur jene mit Pinsel und Tusche, sondern auch jene, die mit den neuen Medien geschafft werden kann, ist das Anliegen der Macher der Kunstschule e.V.

Nils Lauterbach ist in den letzten Zügen seines Medienkunststudiums an der Bauhaus-Uni in Weimar und bereits freischaffend tätig. Ehrenamtlich engagiert sich der Geraer u.a. seit drei Jahren an der hiesigen Kunstschule. „Abseits der klassischen Malerei bewege ich mich in der Malerei der Momentaufnahmen, Klangwelten und synthetischen Instrumente”, sagt der Dozent für neue Medien, der als stellvertretender Vorsitzender auch für das komplette Programm vorantwortlich zeichnet. Vor ein paar Tagen ist das neue Semester angelaufen und die aktuellen Kurse starten in Kürze. Nils Lauterbach lädt zu seinem Grundkurs für Digitale Fotografie ein. „Gemeinsam mit den Teilnehmern entdecken wir die Möglichkeiten der Digitalen Fotografie, angefangen bei der eigenen Technik bis hin zur tatsächlichen Anwendung. Fragen wie, was ist eine Blende? Wie setze ich diese richtig ein? Welche Lichtverhältnisse sind zu beachten?, sind nur einige Fragen, die in diesem fortlaufenden Kurs geklärt werden”, freut sich Nils Lauterbach auf neugierige Teilnehmer. Der Kurs findet donnerstags, 18.30 bis 20 Uhr, statt. Er begann diese Woche. Ein Einstieg ist noch möglich.

Wer sich lieber in der Analogfotografie probieren möchte, der kann sich für den Kurs ab April anmelden. Theaterfotograf Ronny Ristok wird die Teilnehmer in die Welt der analogen Kamera entführen. Gemeinsam gehen die Kursmitglieder auf Motivsuche und entwickeln ihre Bilder von Hand. „Dafür haben wir die Schwarz-Weiß-Werkstatt in der Häselburg gewonnen. Hier werden wir die Fotos entwickeln”, zeigt Nils Lauterbach die Zusammenarbeit mit anderen Kunstakteuren der Stadt auf.

Einblick in Momentaufnahmen, die verändert aneinandergereiht eine bewegte Geschichte erzählen, gibt der Kurs Legetrick. „Mit spezifischen Ansätzen sollen sich die Kinder und Jugendlichen ausprobieren. Sie sollen ein Gefühl für die Legetrick mittels Stop-Motion-Technik bekommen. Da wird schon auch mal gezaubert, man kann plötzlich fliegen oder ist einfach mal verschwunden”, macht der junge Medienkünstler neugierig auf diesen Kurs.

In die Welt der Klänge, Töne und Instrumente abtauchen, können die Teilnehmer bei verschiedenen Kursen. Da gibt es den Audiokurs „Klanglabor”. Hier nimmt Florian Füger die Teilnehmer auf eine Entdeckungstour der synthetischen Instrumente mit. Beginn ist am Freitag, 13. April, 16 bis 18 Uhr.

Zu einer offenen Bühne wird ab Freitag, 30. März, 20 bis 22.30 Uhr, in die Kaiserwerke eingeladen. „Hier sollen alle Menschen, die Lust an der Musik haben, zusammenkommen und sich gemeinsam ausprobieren. Die Mitte wird zur Bühne und Improvisation ist Programm”, erklärt Nils Lauterbach. Hier finden Instrumente und Instrumentemaschinen zueinander, bespielt von Neugierigen und Ausprobierern. Einfach mal vorbeischauen und mitmachen lautet wohl die Devise. Wer am Freitag, 30. März, bereits verplant ist, dem sei gesagt, dass dieses Angebot jeden letzten Freitag im Monat in den Kaiserwerken ab 20 Uhr stattfindet.

Natürlich kommt die klassische Kunst nicht zu kurz in der Kunstschule, Rudolf-Diener-Straße 4, Eingang D.

Selbst Nils Lauterbach, der sich selbst nie an Pinsel und Tusche wagen würde, hat das Marmorieren für sich entdeckt. „Durch Zufall und experimentieren bin ich zu dieser klassischen Technik gekommen”, erklärt er. Aus Algen wird ein Saft gebraut, der mit verschiedenen Farben vermischt wird und anschließend auf wassergetränktes Papier aufgetragen wird. Mittels Holzstäbchen und Pipetten verlaufen die Farben ineinander und lassen organische, fließende Formen entstehen. „Diese Kunst hat etwas Meditatives an sich.” Ein Marmorier-Workshop thematisch bezogen auf Ostern findet am 26. als auch 27. März, jeweils 16.30 bis 18.30 Uhr statt.

Wenige Tage zuvor, am 23. und 24.März kann ohne Thema marmoriert werden. Der Freitagskurs käuft von 17.30 bis 20.30 Uhr, der am Sonnabend von 10 bis 13 Uhr.

Ein zweites Mal österlich wird es mit dem Filz-Workshop am Freitag, 16. März. „Langweilig gestaltete Eier waren Gestern. Pünktlich zur Osterzeit entstehen aus Filz und Wolle übergroße individuell gestaltete Eier. Ein Platzhirsch in jedem Osternest”, so heißt es in der Workshop-Beschreibung und lädt von 17 bis 20 Uhr zum Filzen ein.

Die Kunstschule bietet in der Tat ein mannigfaltiges Angebot rund um die hangemachte Kunst. So lockt der Workshop „Naturkosmetik selber herstellen” zu einem Exkurs der besonderen Art. Rein aus Naturprodukten ohne Zusätze und Chemie werden Cremes und andere Kosmetika gemixt. Manja Bergmann wird am 22. März, 18 bis 21 Uhr, und am 24. März, 16 bis 19 Uhr, einige Rezepte preisgeben.

Auch die klassische Malerei findet weiterhin statt. So hat das offene Atelier wieder seine Türen geöffnet und lädt zum einen Kinder und Jugendliche dienstags 16 bis 17 Uhr und im Anschluss die Älteren von 17 bis 19 Uhr zum Künstlerisch sein ein. „Es ist unser ältestes Angebot und richtet sich an alle. Es werden verschiedene Techniken ausprobiert, eigene Themen bearbeitet und auch die ein oder andere Ausstellung gemeinsam besucht”, erklärt Dozent Erik Buchholz kurz.

Die Kunstschule Gera e.V. finanziert sich aus Projektförderung des Freistaats, Mitgliederbeiträgen und Kursgebühren. Jeder Mitmachende, Akteur und Dozent ist willkommen, den Verein mit noch mehr Leben zu füllen oder mit Ideen, für noch mehr kreatives Schaffen zu sorgen.

Für alle Kurse können sich Interessierte unter kontakt@kunstschule-gera.de anmelden. Weitere Infos unter www.kunstschule-gera.de 

( Fanny Zoelsmann, 17.03.2018 )

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